NOVEMBRE
2006
Amiel oder Das gespiegelte Leben
Das Journal intime, die Frauen, die Stadt
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Hans Peter Treichler
NZZ-Libro
300 Seiten - 16 s/w Abb.
12,5 x 20,5 cm, gebunden,
Schutzumschlag
Fr. 38.–/[D] 26.–/[A] 26.80
ISBN 3-03823-224-6
ISBN 978-3-03823-224-7
http://www.nzz-libro.ch
«Eine Frau möchte geliebt werden ohne Warum und Weshalb. Nicht weil sie hübsch ist oder gut, nicht wegen ihres Benehmens, ihrer Anmut, ihres Geistes, sondern weil sie sie selbst ist.»
Henri-Frédéric Amiel

Die Geschichte eines tragischen Lebens und einer unerfüllten Liebe aus dem 19. Jahrhundert. Henri-Frédéric Amiel, melancholischer Philosophieprofessor und Poet in Genf, flüchtet vor dem Leben in sein Tagebuch. Es macht ihn berühmt – aber erst nach seinem Tod. Hans Peter Treichler bringt das «Phänomen Amiel» einem deutschsprachigen Publikum näher. Für Henri-Frédéric Amiel, den melancholischen Junggesellen, scheinen Liebe und Ehe so unerreichbar wie das grosse literarische Werk, das seine Freunde von ihm erwarten. Aber im Genf des Sommers 1860 steuert sein Leben auf eine Entscheidung zu. Von der geheimnisvollen Marie Favre verspricht sich der 39-Jährige die Einweihung in die körperliche Liebe. Die unscheinbare Louise Wyder bringt ihm Bewunderung und unverbrüchliche Hingabe entgegen; beide hoffen auf eine Zukunft zu zweit. Ein Konflikt, vor dem sich Amiel in die Seiten seines Tagebuchs flüchtet.

Hans Peter Treichler stützt sein fesselndes Porträt auf Amiels weltberühmt gewordenes Journal intime. Er zeichnet einen grüblerischen Selbstbeobachter, dem aber, wenn er für einmal die «schwarzen Falter der Melancholie» verscheucht hat, witzige, tiefsinnige und prophetische Einsichten zufliegen. Über das Leben, die Liebe und die geliebt-gehasste Heimatstadt Genf. Und über die Frauen.